Berufsunfähig Erwerbsunfähig - Warum es ein Unterschied ist ob man erwerbsunfähig oder berufsunfähig ist und wie man sich dagegen absichert.
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Warum es ein Unterschied ist ob man erwerbsunfähig oder berufsunfähig ist

Die Krankenversicherung erstattet teilweise oder voll die Kosten, die im Krankheitsfall, durch Behandlungen nach Unfällen oder bei Mutterschaft entste hen. Sie dient daher der finanziellen Absicherung der versicherten Person.

Die Begrifflichkeiten „erwerbsunfähig“ und „berufsunfähig“ hat garantiert schon jeder gehört. Doch worin liegen die Unterschiede begründet?
Eine Person wird als erwerbsunfähig bezeichnet, wenn sie aufgrund eines Unfalles den bisherigen Beruf nicht mehr ausführen kann. Für die Person besteht die Möglichkeit, aufgrund ihrer verbleibenden Fähigkeiten, andere Berufe aus zu üben.

Ist die Person jedoch nicht mehr in der Lage, einen Beruf aus zu üben, spricht man von berufsunfähig.
Tritt die Berufsunfähigkeit ein, erhält diese Person eine spezielle Rente vom Staat. Diese ist jedoch so gering, dass es zwangsläufig zu Versorgungslücken kommt. Doch jeder hat die Möglichkeit, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ab zu schließen. Dadurch erhält er im Bedarfsfalle eine Rente, die wesentlich höher als die gesetzliche Versorgung ist.

Die Berufsunfähigkeitsrente, die bei Eintreten entsprechender Voraussetzungen von der gesetzlichen Sozialversicherung getragen wird, deckt etwa 27 Prozent des Bruttoeinkommens ab. Die Erwerbsunfähigkeitsrente, ebenfalls von der gesetzlichen Sozialversicherung gezahlt, macht etwa 40 Prozent des Bruttoeinkommens aus.
Ein Unterschied zwischen der Erwerbsunfähigkeitsversicherung und der Berufs­unfähigkeitsversicherung liegt darin, dass die Erwerbsunfähigkeitsversicherung berufsunabhängig ist, sie sichert jegliche Art von Arbeitsunfähigkeit ab.
Bei beiden Versicherungen sind die Beiträge von Alter, Beruf, Geschlecht, der Versicherungssumme und der Laufzeit abhängig. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung wird entweder als eine selbständige Versicherung angeboten oder in Form einer Ergänzung zu einer Risikolebens- oder Rentenversicherung.

Die Beiträge zu der Erwerbsunfähigkeitsversicherung sind geringer als die der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dennoch sollte die Erwerbsunfähigkeitsversicherung als Zusatz zu der Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt den Versicherungsnehmer gegen eventuelle Folgen einer Arbeitsunfähigkeit. Zwar bietet die gesetzliche Sozialversicherung eine Versorgung im Falle der Berufsunfähigkeit, doch diese stellt eher nur eine Grundversorgung dar. Und vor allem die Berufsanfänger sind bei der gesetzlichen Sozialversicherung benachteiligt, denn haben sie noch keine fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt, erhalten sie auch keine Leistungen daraus.

Wird der Versicherungsnehmer während der Laufzeit der Versicherung zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig, leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente.
Die Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund einer Krankheit, des Kräfteverfalls oder in Folge von Körperverletzung nicht mehr fähig ist, seinen Beruf oder eine entsprechend andere Tätigkeit auf Dauer auszuüben. Die gesundheitlichen Gründe der Berufsunfähigkeit müssen von einem Arzt attestiert werden. Zudem muss diese andere Tätigkeit seiner Fähigkeit, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung entsprechen.
Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn

  1. es dem Versicherungsnehmer für mindestens drei Jahre nicht möglich ist, seinen Beruf oder auch eine andere Tätigkeit auszuüben, die seiner Ausbildung und seinen Fähigkeiten entspricht.
  2. der Versicherungsnehmer mindestens für die Dauer von sechs Monaten nicht in der Lage ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit bis zu 50 Prozent auszuüben.

Die Definition erwerbsunfähig besagt, dass der Versicherungsnehmer für die Dauer von mindestens drei Jahren nicht fähig ist, für mehr als drei Stunden pro Tag irgendeine Tätigkeit für seinen Erwerb auszuüben.

Berufsunfähigkeitsversicherungen bieten eine Vielzahl an Tarifen und Leistungsoptionen zur finanziellen Absicherung der Risiken bei Berufsunfähigkeit. Auch durch die Vielzahl von Anbietern ist es nicht leicht, die optimale Versicherung für die eigenen Belange zu finden. Hier sollte der Rat von einem erfahrenen Experten hinzugezogen werden.

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